Teppichreinigung: So wird's picobello

Wer kennt das nicht: Einmal nicht aufgepasst und schon liegt das Glas oder das Marmeladenbrot – natürlich mit der bestrichenen Seite – am Boden auf dem geliebten Teppich. Im Alltag wird die Strapazierfähigkeit von Teppichen oft gerne auf die Probe gestellt. Damit die Freude daran aber lange erhalten bleibt, ist die richtige Reinigung und Pflege gefragt. Wir verraten dir hier, worauf es dabei ankommt.

Augen auf beim Teppichkauf!

Bereits bevor das gute Stück bei dir zu Hause einen neuen Platz findet, sind einige Punkte beim Teppichkauf zu beachten:

  • Wie soll er aussehen, Hochflor oder Kurzflor?
  • Wie groß soll er sein?
  • Und vor allem: Wo soll der Teppich liegen?

Stellt man sich gleich zu Beginn diese Fragen, kann das nicht nur den Teppichkauf, sondern auch die spätere Reinigung und Pflege um einiges erleichtern. Denn dann weiß man, worauf es ankommt und worauf man achten muss. In Wohnbereichen, wo ein Teppich mehr beansprucht wird, wie etwa im Eingangsbereich, empfiehlt sich ein strapazierfähiger und leicht zu reinigender Teppich, der Flecken die Stirn bietet. Schließlich möchte man diesen dann nicht jeden Tag zur Reinigung bringen, weil Staubsauger und Co. an ihre Grenzen stoßen. Der geliebte Plüschteppich sollte zum eigenen Schutz daher woanders platziert werden.

LebensmittelmotteLebensmittelmotte
Hochflor oder Kurzflor: Wer macht das Reinigungs-Rennen?

Hochflor-Teppiche verwöhnen die Füße und überzeugen meist schnell durch ihre unglaubliche Flauschigkeit. Sie sorgen für eine wollige Wohlfühlatmosphäre. Ideal also für das elterliche Schlafzimmer oder Wohnzimmer, um für sofortige Gemütlichkeit zu sorgen. Für das Kinderzimmer oder den Eingangsbereich sind sie allerdings nur wenig geeignet.

Der Grund: Sie sind schwerer zu reinigen. Durch ihre lange Florhöhe können Staub und Schmutz leichter hängen bleiben. Auch das Spielzeugauto kann schon mal darin verschwinden.

Wahre Allrounder hingegen sind Kurzflor-Teppiche. Durch ihre kompakte Verarbeitung sind sie nicht nur sehr strapazierfähig und einfach zu reinigen, sie sind auch wahre Hingucker. Mit ihren vielseitigen Designs erfüllen sie jeden Wunsch und machen dein Zuhause zum Wohnparadies. Und: Auch als Rennstrecke für das Spielzeugauto sind sie etwas besser geeignet.

Wie oft ist mein(Schafwoll-)Teppich zu reinigen?

Unsere strapazierfähigen Teppiche sind zwar genügsam, doch ganz ohne Pflege geht es auch bei ihnen nicht. Regelmäßiges Absaugen mit der glatten Düse – keinesfalls mit der Bürste – hält deinen Schafwollteppich länger neu.

Unser Tipp: Wende deinen Teppich einmal im Monat, so beugst du „Gassen“ vor.

Alle FELICE-Teppiche sind unversiegelt, daher haben sie einen Selbstreinigungseffekt: Der Schmutz tritt nach unten durch und kann von dort einfach entfernt werden. Flüssigkeiten sollten sofort mit einem saugfähigen Baumwolltuch abgetupft werden, danach mit klarem Wasser nachspülen. Was viele nicht wissen: Das Ausklopfen auf frischem Schnee ist eine effiziente Art der Reinigung.

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Ich bin Allergiker. Welcher Teppich eignet sich für mich?

Teppiche und Allergiker harmonieren besser, als man vielleicht denken möchte. Teppiche gelten oft als wahre Staubfänger, aber genau das ist auch ein Grund, warum sie für Allergiker keine schlechte Wahl sind. Sie binden den Schmutz und verhindern so eine hohe Staubanreicherung in der Luft.

Eine regelmäßige Teppichreinigung und Hygienemaßnahmen garantieren ein niesfreies Teppich- und Wohlfühlvergnügen. Worauf hier zu achten ist, haben wir dir in diesem Artikel genauer zusammengefasst.

 
Ist mein Teppich für die Katz?

Nicht nur wir Menschen wissen die vielen Vorteile von Teppichen zu schätzen. Auch unsere vierbeinigen Freunde machen es sich gerne auf dem warmen und flauschigen Untergrund gemütlich. Und wie kann man seinem Liebling böse sein, wenn er sich genüsslich auf dem schönen Teppich streckt?

Wenn du ein paar Punkte berücksichtigst, ist dein Lieblings-Teppich auch was für die Katz. Hier ein paar schnelle, erste Tipps dazu:

3 Tipps beim Teppichkauf:

  • Verarbeitung: Setze auf Flachgewebe. Solche Teppiche sind nicht nur in der Reinigung einfacher, sie beugen auch vor möglichen Verletzungen vor. Die Pfoten könnten in den Schlingen hängen bleiben.
  • Material: Schafschurwolle – die beste Wahl. Sie ist nicht nur äußerst strapazierfähig, sie ist außerdem auch noch selbstreinigend und beugt Gerüchen vor.
  • Design: Stimmst du die Farbe des Teppichs auf die Fellfarbe deines Lieblings ab, so sind verlorene Haare perfekt getarnt.

3 Tipps zur Reinigung:

  • Staubsaugen: Die womöglich einfachste Methode, um groben Schmutz zu entfernen. Achte dabei aber darauf, den Bürstenaufsatz vorher zu entfernen – Schafwollteppiche vertragen diesen gar nicht.
  • Ausklopfen und Lüften: Tief sitzender Schmutz kann durch Ausklopfen entfernt werden. Lässt man den Teppich dann noch ein bis zwei Tage im Trockenen an der frischen Luft, bekommt er einen echten Frischekick.
  • Reinigung: Stimme das Reinigungsmittel auf deinen Teppich ab. Und dann vorsichtig tupfen.

Drei Grundregeln zur richtigen Teppichpflege und -lagerung

Teppich richtig platzierenTeppich richtig platzieren
Regel 1

Pflegehinweise beachten: Teppich ist nicht gleich Teppich

Jeder Teppich wünscht sich seine eigene Pflege. Stimme deine Reinigungs- und Pflegeroutine daher auf ihn ab. Die wichtigsten Tipps für unsere Schafwollteppiche haben wir dir hier kurz und bündig zusammengefasst:

  • Lieber öfter und mit halber Leistung saugen. So vermeidest du, dass der Schmutz einwirken kann. Bürstensauger und Saugroboter sind dabei leider nicht die beste Wahl.
  • Schnell handeln bei Flüssigkeit. Tupfe mit einem saugfähigen Baumwolltuch die Flüssigkeit ab. Nie grob schrubben oder reiben. Bei hartnäckigen Flecken braucht es Geduld. Wenn es nötig ist, dann verwende nur spezielle Reinigungszusätze und die "Löffelrücken-Methode". Dabei wird das Reinigungsmittel sanft mit dem Löffelrücken in den Teppich hineingearbeitet.
  • Grundreinigung beim Fachmann. Hier werden die Reinigungsmittel, der Nässegrad sowie der Trocknungsprozess optimal dosiert und eingestellt.
Regel 2

Milben vorbeugen: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Regelmäßig absaugen, auslüften und auch auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten – dann haben Milben keine Chance.

 

Regel 3

Wenn lagern, dann richtig

Angst vor Motten bei der Teppich-Lagerung? Das muss nicht sein. Mit ein paar Tipps und Tricks bist du den Motten immer einen Schritt voraus. So geht's:

  • Teppich vor der Lagerung gründlich mit dem Staubsauger absaugen.
  • Eine Plastikhülle schützt ihn dann vor allen äußeren Einwirkungen.
  • Düfte wie Lavendel, Zirbe oder Zedernholz mögen Motten nicht. Zur Sicherheit könntest du diese in Form von ätherischen Ölen auf den Teppich auftragen oder in einem Duftsäckchen dazugeben.
  • Stelle zur Kontrolle auch noch Mottenfallen auf. Dann weißt du immer sofort Bescheid und kannst den Teppich notfalls noch einmal absaugen oder an einem anderen Ort platzieren.

Worauf alles du bei der Mottenfrage sonst noch achten solltest, haben wir dir hier zusammengefasst.

Teppichreiniger: Welches Mittel zum Zweck?

Teppiche liegen uns zu Füßen und verwöhnen diese noch dazu. Damit das so bleibt, gehört die richtige Reinigung dazu.  Viele möchten dabei so gut es geht auf Chemie verzichten. Im Internet kursieren dazu auch viele Tipps zu Hausmitteln, um Flecken zu entfernen. Wir haben die beliebtesten davon für euch genauer unter die Lupe genommen und getestet. Der absolute Spitzenreiter des Tests hat auch uns überrascht.

Mit dabei waren:

  • Mineralwasser: Ist Kohlensäure das Wundermittel?
  • Essigmischung: Desinfiziert und hilft bei Kalk im Badezimmer. Aber hilft es auch bei Teppichen?
  • Rasierschaum: Es enthält viele fettlösende Wirkstoffe, doch können diese einen Teppich reinigen?
  • Speisestärke-Natron-Mischung: Stark genug für jeden Fleck?
  • Backpulver-Natron-Mischung: Hebt den Kuchen, aber hebt es auch die Flecken aus dem Teppich?

Als direkten Vergleich dazu haben wir auch ein herkömmliches Teppichreinigungsmittel aus der Drogerie getestet und auf unsere Flecken angesetzt.

Zum großen Hausmittel-Test

Wer beim Entfernen von Flecken nicht auf Hausmittel zurückgreifen möchte, der findet in Drogerien Reinigungsmittel, inzwischen oft auch auf biologischer und umweltfreundlicher Basis. Viele von diesen Produkten kommen auch ohne Tierversuche oder Gentechnologien aus. Der Kostenfaktor ist hier zwar höher, sie sind es aber auf alle Fälle wert. Aber auch hier gilt:

Achte darauf, welcher Teppich es ist und danach das Mittel aussuchen. Baumwollteppiche bevorzugen alkalische Laugen, Wolle und tierische Fasern dagegen säurehaltige Reiniger.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Reinigung: Pulver, Schaum, Shampoo, Spray oder eine Reinigungsmaschine, die man auch mieten kann. Wofür man sich entscheidet, hängt vor allem von der Art der Verschmutzung ab.

  • Reinigungspulver ist einfach in der Handhabung: auftragen, einarbeiten und absaugen. Die größte Schwierigkeit liegt dabei in der Gleichmäßigkeit beim Auftragen. Je nach Teppichtyp besteht auch die Gefahr, dass Pulverrückstände zurückbleiben.
  • Reinigungsschaum löst auch hartnäckigere Flecken einfach aus deinem Teppich. Auch hier verlangt das gleichmäßige auftragen vielleicht ein bisschen Übung.
  • Teppichreinigungsshampoo wird mit der Hand oder einer sanften Bürste auf den Teppich aufgetragen und eingerieben. Dabei ist aber zu beachten, dass der Teppich nur oberflächlich eingenässt wird. Danach mit Wasser abtupfen, bis kein Schaum mehr vorhanden ist, und trocknen lassen.
  • Ein Reinigungsspray eignet sich vor allem für kleinere Flecken. Sprays sind meistens etwas teurer.
  • Ist der Teppich stärker verschmutzt oder unbeweglich, kann man auch eine Reinigungsmaschine mieten. Wichtig ist dabei eine gute Belüftung und Trocknung.

Teppichreinigung mit schwerem Gerät

Sind die Flecken am Teppich hartnäckig oder großflächig, kannst du deinen Teppich auch mit maschineller Unterstützung reinigen. Bei der Teppichreinigung kann man grundsätzlich zwischen zwei Möglichkeiten unterscheiden: Trockenreinigung oder Nass- bzw. Feuchtreinigung.

Trockenreinigung

Rückt man dem Schmutz auf dem Teppich mit einem simplen Klopfer oder dem Staubsauger zu Leibe, so zählt dies zur Trockenreinigung.

Unser Tipp: Keinesfalls mit der Bürste absaugen, sondern regelmäßig mit der glatten Düse.

Feucht- oder Nassreinigung

Mit einem Dampfreiniger können Schmutz und Fette einfach gelöst und mit einem Tuch abgetupft werden. Außerdem gibt es Teppich- und Polsterreinigungsgeräte, die ausgeliehen werden können. Auch hier wird mit diversen Reinigungsmitteln gearbeitet, die zuvor auf die Flecken oder den gesamten Teppich aufgetragen werden müssen.

Bei der Nassreinigung arbeitet man mit einem Shampoonierer das Mittel mit hohem Druck in den Teppich ein. So lösen sich auch gröbere Verschmutzungen einfach aus dem Teppich. Ist der Teppich kleiner und das Teppichmaterial erlaubt es, sind die Waschmaschine oder ein Bad in der Badewanne weitere Möglichkeiten. Bei allem gilt:

Achte bei der Wahl des Reinigungsmittels auf die Art des Teppichs. Wolle und tierische Fasern freuen sich über säurehaltige Mittel, Baumwolle dagegen nur mit alkalischen Laugen behandeln.

Lieber in die professionelle Reinigung?

Ob der Teppich selbst oder in einer professionellen Reinigungsfirma gereinigt wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Material und dessen Empfindlichkeit, Geld und Zeit.

Gerade empfindliche Materialien wie Seide oder auch Designerteppiche sind es wert, in eine professionelle Reinigung gebracht zu werden. Auch wenn die Flecken hartnäckiger als gedacht sind, und die Hausmittel nicht wirken, lohnt sich der Gang allemal. Professionelle Reinigungen können außerdem unsichtbaren Schmutz oder auch Hausstaubmilben aus dem Teppich entfernen. Gerade, wenn Kleinkinder im Haus sind und oft über den Teppich krabbeln, ist es empfehlenswert. Wir haben dir die Vor- und Nachteile kurz und bündig zusammengefasst:

Vorteile:

  • Erhöht die Lebensdauer
  • Vollständige Schmutzentfernung, auch von Hausstaubmilben
  • Farben bleiben länger erhalten
  • Beseitigt Gerüche
  • Empfindlichere Materialien werden optimal gereinigt

 

Nachteile:

  • Oft chemische Reinigungsmittel
  • Kosten: Je nach Material zwischen 5 und 35 Euro pro Quadratmeter
  • Teppich für einige Zeit nicht vorhanden

Reines Fazit

Den Teppich immer möglichst schonend reinigen und auf das Material des Teppichs achten, egal ob du den Flecken nun mit einem Hausmittel oder einem industriellen Reiniger zu Leibe rückst. Ist das Material empfindlicher, schadet der Gang zur Teppichreinigung deines Vertrauens sicher nicht. Dann bleibt die Freude an dem guten Stück lange erhalten.